Bangkok – “Moped-Taxi, U-Bahn, TukTuk”

Jeder kennt das: man kommt an einen Ort zurück an dem man lange nicht war und dennoch erinnert man sich sofort an gewisse Dinge. So war es für mich, als ich entspannt aus dem Flieger in Bangkok gestiegen bin. Die drückende Schwüle und dieser einzigartige Geruch (für andere auch Gestank) ließen mich sofort einen Flashback erleben und da war ich wieder im Jahr 2009, als schon einmal alles in Bangkok begonnen hat!

Blick bei Nacht aus meinem Studio.
Blick bei Nacht aus meinem Studio.

Doch der Reihe nach! Nach der Verabschiedung von meiner sehr tapferen Familie in Hamburg, bestieg ich den Transferflug nach Köln und nach 3h Aufenthalt ging es dann endlich los ins nächste große Abenteuer. Geflogen bin ich mit Eurowings direkt von Köln nach Bangkok und mit einigen Aufschlägen (bereits vorher gebucht) für mehr Beinfreiheit und Essen an Board, war es ein toller Flug für gerade mal 340€ Oneway. Nur zu empfehlen. Den Visastempel (30 Tage) im Pass schnappte ich mir ein Taxi und ließ mich zur vorher gebuchten Airbnb Unterkunft bringen. Ein bisschen Ruhe und Luxus zu Beginn der Reise muss schon mal sein: ein Studio in der 31 Etage des TC-Green Towers mit tollem Blick über die Metropole Bangkok.

Arbeitsplatz über den Dächern Bangkoks.
Arbeitsplatz über den Dächern Bangkoks.

Bangkok scheint seit meinem letzten Besuch noch um einiges gewachsen zu sein und ich habe mich bewusst gegen die Backpacker-Falle Khao San Road entschieden um ein bisschen runterkommen zu können, nach den letzten ereignisreichen Tagen in Deutschland. Die Ruhe genießend, den 7-Eleven vor der Tür und das W-LAN strapazierend vergingen die ersten Tage und dennoch wollte und musste ich Bangkok wieder einmal erkunden. Ich hatte mir als Ziel die künstliche Welle und die Khao San Road (zum Buchen meiner Weiterreise) ausgesucht. Zunächst ging es mit der U-Bahn ( in der Nähe meines Studios – Rama 9) ein paar Stationen Richtung Süden und die Suche konnte beginnen. Auf der Karte sah das alles nicht so weit aus 😉 Aber ich war endlich angekommen auf meiner Reise und es gibt ja keinen falschen Weg. Vorbei an unzähligen interessanten Läden für wirklich alles (Schrauben, Leder, Rahmen, Holz…) fand ich den Hinterhof in dem Rip Curl eine künstliche Welle erschaffen hat und natürlich den dazugehörigen Surfer-Store. Die Locals zeigten ihr können ein ums andere Mal und da bin ich lieber nicht in die Welle gegangen, wollte ja keinen blass aussehen lassen. Kleiner Scherz, die waren schon echt krass. Wieder zurück zur U-Bahn ging es weiter zur Endstation Hua Lamphong (auch ein großer Bahnhof für Zugreisende). Ich weiß nicht was mich geritten hat, aber ich wollte unbedingt zur Khao San Road gehen und so suchte ich meinen Weg durch die überfüllten, abgasverseuchten Straßen Bangkoks und kam auch irgendwann an. Die Khao San Road hat sich gegenüber 2009 deutlich vergrößert und ich war froh nur kurz dort gewesen zu sein, denn mit meinem Ticket von Lomprayah für 1100 Bath (29€) in der Tasche trat ich sofort den Rückzug an und suchte mir einen anderen Weg zurück zur U-Bahn. Ich wollte unbedingt mal so ein Longtail-Boot ausprobieren, die den Chao Phraya auf und abschippern und das für weniger als 2€. Kurz in der Tourist-Info nach der nächsten Anlegestelle gefragt und fünf Minuten später schon auf dem Boot, das auch die Thais nutzen um dem Stau auf den Straßen zu entgehen. In Chinatown war meine gut 35min Reise zu Ende, aber auf jeden Fall ein Erlebnis, da der Fluss alles andere als ruhig war. Zurück im Studio schaute ich dann mal auf meine iWatch und stellte fest, dass ich 18km!!!!! durch Bangkok gerannt bin. Was ein Workout.

Der letzte Tag wurde dann nochmal ausgiebig um Studio mit Klimaanlage verbracht, bevor es mit dem Nachtbus nach Koh Tao gehen sollte, meiner heimlichen Liebe. Doch wie dort hinkommen? Genau, ein Taxi! Doch es war Freitag und auf den Straßen ging nichts und kein Taxi würde es in 2h zur Khao San Road schaffen. Die guten Seelen meiner Unterkunft rieten mit ein Moped-Taxi, die U-Bahn und ein TukTuk zu nehmen. Nicht lange überlegt folgte ich dem Rat, auch wenn alle Reiseführer vor genau diesen Mopeds und TukTuk warnen und ich weiß jetzt auch warum: das Moped-Taxi mit mir und meinen beiden Rucksäcken völlig überladen, quetschte sich in jede Lücke und schlängelte sich an den Autos im Stau vorbei, wie man es aus Verfolgungsjagden in Hollywood-Filmen kennt und wenn eine rote Ampel kommt, dann ganz nach vorne und bei grün Vollgas. Um diese Erfahrung reicher erreichte ich „sicher“ die U-Bahn und dann das TukTuk. Nach einigem Handeln zahlte ich nur noch die Hälfte und weiter ging die wilde Fahrt, dieses Mal auf drei Rädern! Um ehrlich zu sein war ich mehr als entspannt, denn was sollte nach dem Moped-Ritt schon noch passieren. Pünktlich wie Deutsche so sind, war ich am Lomprayah Office und konnte in meinen Bus nach Koh Tao einchecken.

Blick aus dem TukTuk
Blick aus dem TukTuk

Bangkok wird nie eine Stadt, die zu meinen Favoriten zählen wird, aber um sofort einen Kulturschock zu bekommen und anzukommen ist Bangkok super! Doch die Idylle Koh Tao stand ja nun unmittelbar bevor.

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