Khao Lak – „Local, Besuch, Einladung“

Khao Lak – „Local, Besuch, Einladung“

Da war ich nun also wieder in Thailand und zum zweiten Mal in Khao Lak im Monkey Dive Hostel. Bereits bei der Ankunft war es wie „nach Hause“ kommen. Die Angestellten im Hostel erkannten mich sofort wieder und freuten sich, dass ich zurück war. Ich musste nichts ausfüllen und auch keinen Pfand für meinen Zimmerschlüssel hinterlegen und mein Bett im Dorm war sogar noch um 100 Bath die Nacht günstiger als beim ersten Mal. Auch in den Straßen von Khao Lak wurde ich von Straßenhändlern und Restaurantbesitzern wieder erkannt, woran das wohl liegt?

Es gab zwei Gründe, die mich zurück nach Khao Lak geführt haben. Zum einen war Julchen aus Deutschland mit ihren Eltern auf Urlaubsbesuch mit Tauchkurs und zum anderen hatte ich mit Jeff (meinem Tauchguide auf dem Liveaboard) verabredet noch mal richtig feiern zu gehen. Doch der Reihe nach. Julia hatte nicht weit weg vom Hostel in einem Resort eingecheckt und inzwischen den Open Water Tauchkurs erfolgreich abgeschlossen: Glückwunsch nochmal. Leider waren nur zwei Tage vom Urlaub übrig, aber auch die wollten genutzt werden, also wurde wieder ein Roller für die Tage gemietet. Ich hatte gelesen, dass es ein Tsunami Memorial direkt an der Küste geben soll und da wollten wir mal hin. Nach gut 30 Minuten Fahrt erreichten wir dann auch das Memorial, dass aus Gedenktafeln für die Opfer, einer nachgebauten kleinen Welle, einem kleinen Bildermuseum und einem großen Buddha bestand. Wir waren die einzigen dort und wir waren ein klein wenig enttäuscht, denn wirklich was zu sehen gab es nicht, dennoch lohnt sich jede Fahrt auf dem Roller, da man viel mehr sieht, als wann man mit dem Taxi kutschiert wird. Übrigens hatte ich alles richtig gemacht, denn nachdem Bali mich mit Sonne verwöhnt hatte, hatte auch Thailand wieder einige Sonnenstunden zu bieten. Ein klares Muster war auch zu erkennen: Sonne bis zum frühen Nachmittag und dann meist ein heftiger Monsunschauer für eine gute halbe Stunde. Auf dem Rückweg vom Memorial konnte ich nur noch an Essen denken und so suchten wir uns in einer Seitenstraße ein kleines Thai-Restaurant mit super Essen und einer Köchin, die sich riesig freute dass wir da waren. Jule wollte eine Kokosmilchsuppe, also musste der Ehemann erst einmal zum Shop Kokosmilch kaufen. Das Essen war super frisch, super lecker, extrem günstig und zu unserer Überraschung wurden wir auf Deutsch verabschiedet.

Jule verfolgt übrigens auch diesen Blog und daher wusste Sie von dem Restaurant direkt bei meinem Hostel und da wollten wird dann auch das letzte Abendmahl zu uns nehmen. Übrigens ein Dank an Andi, der eine verblüffende Erkenntnis hatte: „Wie teuer das Essen in Restaurants ist, erkennst du an den Bierpreisen!“. Klingt komisch, ist aber wirklich so. Wir hatten jedenfalls einen tollen Abend mit lecker Frühlingsrollen und Pad Thai Chicken für alle und wir waren mal so richtig satt. Die Köchin, Besitzerin und gute Seele des Hauses lud uns direkt zu einem Tempelfest ein, dass zwei Tage später stattfinden sollte. Leider mussten Jule und Eltern schon abreisen, ich jedenfalls wollte der Einladung unbedingt folgen, schließlich sollte es allerhand umsonst zu essen geben, was üblich bei Tempelfesten ist. Also rauf auf den Roller und den Tempel gesucht. Dort angekommen musste ich feststellen, dass ich der einzige Ausländer dort war. Man fühlt sich schon ein bisschen fremd und fehl am Platz. Nun war ich aber da und wollte auch den Tempel begutachten. Der Tempel zählt eher zu den kleineren in Thailand, war aber mit tollen Malereien im inneren verziert. Auf dem Gelände des Tempels gab es unzählige Stände mit kostenlosem Essen: der Hintergrund ist, dass alle Thais, die in diesem Tempel beten, oder anders mit dem Tempel verbunden sind, an diesem Tag etwas Gutes tun und das Tempelfest unterstützen. Meine Restaurantbesitzerin war auch da und hatte innerhalb einer halben Stunde über 600 Sandwiches verteilt. In vielen Thai-Restaurants sieht man Schirme auf dem Tresen an dem Geld hängt (Trinkgeld, Spenden…) und dieser Schirm wird dem Tempel an genau diesem Festtag übergeben, damit der Tempel und die Anlagen in Stand gehalten werden können. Ich finde das eine tolle Geschichte und es war eine tolle Erfahrung dabei gewesen zu sein und natürlich haben Jule mit Eltern und Ich ein bisschen Geld an den Schirm gehängt.

Als Abschluss in Khao Lak stand noch das Treffen mit Jeff auf dem Programm. Bei den Tauchguides auf einem Liveaboard ist das oft so, dass die eine Tauchsafari gegen 18Uhr nach 2-5Tagen beenden und am nächsten Abend wieder auslaufen zur nächsten Tour. Dieser eine Abend an Land wird dann genutzt um richtig feiern zu gehen. Bei diesen Partys sind dann meistens viele Taucher der letzten Tour dabei und eine Menge Tauchguides, die gerade nicht auf einem Boot sind. Wie auch auf Koh Tao sind Tauchlehrer und Tauchguides eine eigene Gemeinschaft und es ist immer wieder toll, diese Charaktere kennenzulernen. Da ich bereits einige kannte und von anderen wieder erkannt wurde, hielten mich nicht wenige für einen Tauchguide der auch dort arbeitet. Der Rest wusste, dass ich Stefan bin, der extra aus Bali zurückgekommen ist um in Khao Lak feiern zu gehen. Also wurde die Nacht zum Tag gemacht. In der Monstersbar wurde die Grundlage mit Bier gelegt, bevor es zur legendären InBob Bar ging, wo reichlich Tequila-Runden über den Tisch gingen. Auf jeden Fall hat es sich gelohnt für diesen Abend zurück zu kommen und die internationale Gemeinschaft (vertreten war: Frankreich, Belgien, USA, Deutschland, Australien, Spanien, Schweiz, Thailand, Holland …) war der Hammer. Wenn nur der Hangover am nächsten Tag nicht gewesen wäre. Leider blieb dieser Abend nicht ganz ohne Folgen. Am nächsten Abend traf ich das spanische Tauchpärchen zufällig wieder, die auch in Khao Lak arbeiten und leben. Die Rückfahrt auf ihrem Roller von der letzten Bar verlief nicht unfallfrei, aber sie hatten Glück im Unglück: einige tiefe Schürfwunden, Platzwunde am Kopf und zwei abgebrochene Zähne. Bereits auf Bali hatte ich schlimme Folgen eines Rollersturzes gesehen und zum Glück fahre ich nur am Tag Roller und schon gar nicht wenn ich getrunken habe. Ich wünsche den beiden gute Besserung.

Sonnige Grüße in die Heimat!
Sonnige Grüße in die Heimat!

Alles in allem war der zweite Besuch in Khao Lak eine schöne Sache. Besuch aus der Heimat ist immer schön und wenn man Local ist, weiß man wo man hingehen kann und wo nicht. Nach ein paar Tagen Festland, steht als nächsten wieder das Inselleben auf dem Programm und die berühmte Insel Koh Phangan wird besucht. Warum berühmt? Das erfahrt ihr dann im nächsten Blog.

2 Kommentare zu “Khao Lak – „Local, Besuch, Einladung“


  1. Ich freue mich jedes Mal wie ein
    kleines Kind, wenn ich sehe, dass du
    einen neuen Blog-Eintrag hast. Da
    bekommt man sofort Fernweh.
    Danke für die schönen Tage und
    dass du uns an deiner Reise
    teilhaben lässt.

    Liebe Grüße aus der kalten und
    veregneten Heimat. Pass auf dich
    auf und wir sehen uns hoffentlich
    bald schon wieder.

  2. Huhu Köpi!
    Es ist immer wieder schön deine
    Einträge zu lesen. Sie sind super
    geschrieben. An dir ist wirklich ein
    Buchautor verloren gegangen, aber
    vllt kommt es ja noch. 😉
    Habe weiterhin eine super Zeit dort.
    Liebe Grüße aus der Heimat.
    PS: wir haben hier gerade 5-10
    Grad, bitterkalt

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