Koh Samui – “Alle drei Jahre wieder!”

Nach Ko Tao und Koh Phangan wollte ich nun endlich auch einmal Koh Samui besuchen. Die Anreise von Koh Phangan ist mit einer Fähre in 45min zu schaffen. Am Big Buddha Pier angekommen, ging es dann auf einem Moped-Taxi zu meiner Unterkunft.

Ja ich weiß, das mit den Selfies üben wir noch!
Ja ich weiß, das mit den Selfies üben wir noch!

Da ich ganze 7 Nächte bleiben wollte, hatte ich mir ein Homestay bei Stephanie gebucht. Stephanie ist eine Französin, die das Leben und Arbeiten in der Heimat satt hatte und inzwischen mit ihrer Oma (91 Jahre alt!!!) in Bophut eine Villa zur Miete bewohnt. In dieser Villa mit Pool hatte ich also mein kleines Zuhause für eine Woche und es war einfach super. Bereits bei meiner Ankunft wurde ich positiv überrascht und gleich zum Mittag eingeladen, denn ein Standbein in Thailand von Stephanie sind Kochkurse, die sie mit ihrer Haushälterin anbietet und den Gästen thailändisch kochen beibringt. Die Vorteile bei diesem Homestay waren zum einen mein eigenes Zimmer (in dem man sich einfach mal ausbreiten konnte), mein eigener Pool (Stephanie nutzte den eher selten) und das hervorragende Frühstück, welches die Haushälterin jeden Morgen mit Liebe zubereitet. Rühreier, Omelette, Eierkuchen, Croissants, hausgemachte Marmelade, frische Früchte, Kaffee … so startete jeder Tag erstklassig und äußerst entspannt bei einem ausgiebigen Frühstück. Weiterhin lebt Stephanie bereits einige Zeit auf Koh Samui und konnte mit vielen Insidertipps aufwarten, die Gold wert waren.

Der Hauptgrund, warum ich Koh Samui besuchte, war aber ein geplantes Wiedersehen, denn eine gute alte Freundin aus Norwegen war mit ihrer Familie auf Thailand-Urlaub. Camilla habe ich 2010 in Neuseeland kennengelernt und wir sind dort zusammen für einige Wochen gereist. Im Sommer 2013 habe ich Camilla bei meiner Bus-Westeuropa-Reise in Oslo besucht. Da war bereits die kleine Adea Rose geboren. Wieder drei Jahre später sollten wir uns also auf Koh Samui wiedersehen und zur Familie gehörten nun neben Adea Rose (5 Jahre) auch der kleine Johannes (2 Jahre) und ihr Mann Kristian, den ich auch schon in Oslo kennengelernt hatte. Camilla ist eine der wenigen innigen Freundschaften, die aus meiner ersten Weltreise übrig geblieben sind. Sind wir damals noch mit dem Backpacker-Hop-On-Hop-Off-Bus in Neuseeland von Hostel zu Hostel getingelt, hat sich vieles für Camilla verändert. Wenn Urlaub dann richtig: von Norwegen in der Business Class nach Thailand geflogen, wird mit den Kindern nichts unter 5 Sterne (europäische 5 Sterne) gebucht. So fand ich mich also ziemlich oft im Anantara Bohput Resort wieder und konnte auch ein bisschen Luxus-Luft schnuppern und den Pool sowie den privaten Strand genießen. Auch der Kids-Club wurde mit den Kindern unsicher gemacht, die nach anfänglichem Sicherheitsabstand schnell meine besten Freunde wurden. Wenn die Kinder abends im Bett verschwunden waren und Kristian die Aufsicht übernommen hatte, dann konnten Camilla und ich auch mal bisschen über die alten Zeiten sinnieren und über den Wandel, der sich inzwischen vollzogen hatte und das natürlich am besten bei Singha Bier. Unser Favorit am Bophut Beach war das CoCo Tam´s, eine echt tolle Strandbar, mit Pool-Tisch unter freiem Himmel, Schaukeln an der Bar und unzähligen Sitzsäcken direkt am Strand. Der Bierpreis mit 3€ für ein kleines Bier war schon eher europäisch, aber das Ambiente war unbezahlbar. Hinter dem Bophut Beach liegt zum größten Teil das Fisherman´s Village. Hat nicht wirklich was mit einem Fischerdorf zu tun und ist eher eine nett angelegt Flaniermeile für Touristen mit vielen Souvenirläden und noch mehr Restaurant. Die Preise dort hatten es aber wirklich in sich und so kostete ein Menü schon gut und gerne mal 30-40€, was schon echt gepfeffert ist. Ich jedenfalls hatte bei diesen Preisen nie Hunger und war lieber täglich Gast auf dem Frische-Markt in der Nähe von meiner Unterkunft, wo ich mich eine Mahlzeit mit frisch gepresstem Fruchtsaft (Fruchtsaft hier 35 Bath – im 5-Sterne-Resort dagegen 200 Bath) nur 2,50€ kostete.

Die Tage auf Koh Samui vergingen wie im Fluge, da ich den Homestay nutzte um jeden Tag richtig auszuschlafen, um lange zu Frühstücken, den Pool ausgiebig zu nutzen und natürlich mit täglichen Treffen der norwegischen „Gastfamilie“. Dennoch wollte ich einen Tag die Insel mit dem Roller erkunden. Der Norden von Koh Samui ist sehr touristisch und Chaweng ist die Touristenhochburg mit allem was das touristische Herz begehrt: Mc Donald´s, Shopping Malls und massig Unterkünften für jeden Geldbeutel. Fährt man die Westküste entlang in den Süden, dann findet man schöne Aussichtspunkte, kleine süße Buchten und man stellt fest, dass die Besiedlungsdichte deutlich abnimmt. Im Süden angekommen, hatte ich dann mein ganz privates Paradies gefunden. Der Nase nach und mit dem Gespür eines Globetrotters fand ich beim ersten Anlauf einen Strand, der von Palmen gesäumt war, an dem kein Gebäude stand und den ich ganz für mich alleine hatte. Nach einem ausgiebigen Bad, hatte ich mir in den Kopf gesetzt eine frische Kokosnuss vom Baum zu holen, aber ich hatte die Rechnung ohne den Baum gemacht. Über eine Stunde stand ich unter dem Baum und habe mit bereits gefallenen Kokosnüssen versucht eine weitere herunter zu werfen. Zum Glück war da niemand, sonst hätte man mich sicherlich für unfähig erklärt. Irgendwann gab ich auf und trat enttäuscht meinen Heimweg an. Im nächsten Cafe gönnte ich mir für die Strapazen erst einmal einen Cappuccino und hausgemacht Cookies, schmecken eh viel besser als eine Kokosnuss! Freitags heißt es im Fisherman´s Village immer Nachtmarkt und der kann sich echt sehen lassen. Es ist der größte Markt auf der Insel und man bekommt alles, was auch viele Thais anzieht: von Kleidung bis hin zu Technik und natürlich gibt es einen riesigen Street-Food-Markt, auf dem man sich herrlich durchprobieren konnte. Meinen persönlichen Abschluss auf dem Markt bildete eine frische Waffel mit Nutella für 50 Cent. Köstlich.

Ich habe meine Zeit auf Koh Samui sehr genossen. Es hat sich gelohnt einen Homestay zu buchen, da man ein kleines Zuhause für ein paar Tage hat und den Reise-Akku wieder auffüllen kann. Das Treffen mit Camilla und ihrer Familie war toll und ich hoffe es dauert nicht wieder drei Jahre bis wir uns wiedersehen. Während die Norweger zum nächsten Resort weiterzogen, hatte ich mich entschieden den Strand ein wenig hinter mir zu lassen. Ich hatte einen Trip nach Georgetown (Malaysia) gebucht für 35€ und somit stehen für die nächsten Tage Städtetrips an, denn am 07. Dezember wartet der Flieger von Singapur zurück nach Bali auf mich. Außerdem möchte ich euch nicht ständig mit Strandbildern neidisch machen. Übrigens würde ich mich freuen, wenn ihr euch ein bisschen über Kommentare outet, damit ich weiß, wer alles mehr oder weniger interessiert meine Blogs liest. Einen Dank an Ralf Böhme und meine Zahnfee Birgit, über deren Kommentare ich mich riesig gefreut habe, aber natürlich auch über alle anderen!

3 Kommentare zu “Koh Samui – “Alle drei Jahre wieder!”


  1. Hallo Stefan, wir verfolgen
    interessiert deine Abenteuer. Bei
    den Fotos werden wir glatt neidisch
    auf die vielen sonnenstunden.
    Schick uns doch zu Weihnachten
    einfach mal ein bisschen davon in
    die Heimat 😉
    Weiterhin viel Spaß und bleib
    gesund.
    Liebe grüße Kipper und Familie

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