Kuta – „Millionär im Mallorca Australiens“

Bevor ich diesen Blog beginne, muss ich etwas loswerden: DANKE! Nachdem meine Webseite letzte Woche online gegangen ist, habe ich schon so viele tolle Rückmeldungen von euch erhalten. Es freut mich sehr, wenn euch meine Beiträge gefallen und ich euch so an meinen Abenteuern teilhaben lassen kann. Aber noch viel mehr freuen mich eure Kommentare und auch auf die nächsten bin ich schon gespannt, wie ihr auf meine Blogs!

Nach Tagen der Ruhe im Monkey Dive Hostel stand nun also die Weiterreise an. Ich entschied mich gegen ein Taxi (1200 Bath von Khao Lak zum Puhket Airport) und für den Linienbus für 100 Bath. Wie es der Zufall wollte, fand ich mich gleichen Bus (inklusive Busfahrer) wieder, der uns schon von Surat Thani nach Khao Lak gebracht hatte. Bei strömendem Regen ging es für knapp 2h der Küste entlang Richtung Phuket International Airport, denn dort hatte ich ein Bett in einem kleinen Gasthaus nahe dem Flughafen gebucht. Kleine Anekdote am Rande: in Thailand scheint das mit der Post wohl nicht so zu laufen, jedenfalls nehmen die Linienbusse oft Frachten mit und halten irgendwo im nirgendwo zur Übergabe an. Ich lud meinen Rucksack ganz hinten im Bus ab und sah einen kleinen Bierkarton mit Löchern. Erst später sollte ich realisieren, dass in dieser Box ein Hahn transportiert wurde, der wohl seinen Besitzer gewechselt hat. In Phuket hatte ich das Somo Guesthouse ganz für mich alleine. Über Airbnb gebucht, weil es nur 10 Gehminuten vom Flughafen entfernt ist, wurde ich echt herzlich aufgenommen und sogar von der Haushälterin zum Abendbrot eingeladen (Reis, Omelette und richtig scharfes Hähnchen Curry).

Meinen Flug nach Bali hatte ich erst eine Woche vorher gebucht und mit Malaysia Airlines (keine Billig-Airline) Hin- und Rückflug (inklusive Gepäck) für schlappe 175€ eine Top-Fluggesellschaft erwischt. Vom ultra-modernen internationalen Flughafen in Phuket ging es über Kuala Lumpur (1,5h Flug) mit 2-stündigem Aufenthalt weiter nach Denpasar/ Bali (3h Flug). Auf beiden Flügen wurde ich in die Notausgang-Reihe gebucht, mit extrem viel Platz. Auf beiden Flügen wurden Mahlzeiten und Getränke gereicht und sogar das Entertainment-System war super, nur zu empfehlen! Da war ich nun mein erstes Mal auf Bali und hatte mir für eine  Nacht ein Zimmer nahe dem Flughafen gebucht. Hat schon mal jemand versucht einen Flughafen zu Fuß zu verlassen? Es ist schwieriger als man denkt, da Flughäfen in der Regel durch Highways verbunden sind. Dennoch habe ich einen Weg durch den krassen Verkehr, einer Mautkontrolle, einem Zaun und meckernden Taxifahrern gefunden.

Ich hatte mir für die ersten Tage Bali ein bisschen was gegönnt und über Booking.com ein 4-Sterne-Hotel im Herzen von Legian gebucht (30€ die Nacht). Im The One Legian Hotel stiegen nämlich auch die Amerikanerinnen aus Koh Tao ab, die einen Geburtstag zu feiern hatten, doch dazu später mehr. Inzwischen hatte ich auch Geld aus dem Automaten geholt und war zum Millionär geworden, denn der Wechselkurs für einen Euro steht bei über 14000 Rupien. Kuta gilt auf Bali als Partyzentrum und vor allem Australier kommen nach Bali um Partyurlaub zu machen. Was für die Deutschen der Ballermann auf Mallorca ist, ist für die Australier Legian auf Bali. Ohne Zeitverschiebung dauert ein Flug von Perth zum Beispiel nur 3 Stunden und so war auch das The One Legian voll von Australiern. Ich glaube ich habe in dem Hotel mehr Australier kennengelernt, als in meinen 7 Monaten Backpacking in Australien. Man bucht natürlich kein 4-Sterne-Hotel ohne anständigen Pool und Poolbar und so wurden die Tage vor allem im Rooftop-Pool (mein persönlicher Rekord liegt jetzt bei 6 Stunden am Stück im Pool!!) verbracht, bei Bintang-Bier, Sonne und Musik. Die Abende wurden dann in einer der unzähligen Bars beendet um am nächsten Tag repeat zu drücken. Alexa (eine der Amerikanerinnen) hatte Geburtstag und der sollte natürlich nicht nur in einer Bar mit Poolbillard gefeiert werden und so besuchten wir den berühmten Sky-Garden, eine riesige Discothek mit guter Musik und Freigetränken von 21 bis 23Uhr bei 10€ Eintritt. Mir gefällt am besten, dass man in Flip-Flops und Shorts feiern gehen kann. Obwohl es auch hier auf Bali gerade Nebensaison ist, steppt hier ordentlich der Bär und ich möchte gar nicht wissen, was da in der Hauptsaison los ist. Wer also auf der Suche nach Party und guten Surfshops ist, die gibt es hier zu hunderten, der ist in Kuta richtig aufgehoben, wer aber Bali als Insel der Strände und Tempel kennenlernen will, der sollte Kuta meiden, denn hier regiert definitiv der Massentourismus. Ich habe jedenfalls viele interessante Leute aus Perth kennengelernt und Perth liegt ja noch auf meiner Route nach Neuseeland und ich freue mich jetzt schon einige davon wiederzusehen. Übrigens: Die Nachwirkungen des Terroranschlags 2002 (bei dem über 200 Menschen starben) sind auf Bali immer noch spürbar. Jedes größere Hotel, jede Discothek und jede Mall hat eigene Sicherheitsschleusen und massig Sicherheitspersonal. Man fühlt sich sehr sicher, doch man wird überall daran erinnert, dass der Terrorismus hier sehr ernst genommen wird und irgendwie doch präsent zu sein scheint.

Fünf Tage Party und 4-Sterne-Hotel sind jedenfalls erst einmal genug für mich und ich freue mich auf das Surfer Paradies Bali. Ganz im Süden der Insel (Uluwatu) befinden sich weltberühmte Surfstrände und so habe ich mir über Airbnb ein kleines Hostel, das Quicksilver Surfhouse Bali, gesucht, von dem man mit einem Scooter alle Strände spielend erreichen kann. Scooter und Surfboard stehen bereit und so werde ich mich ab morgen für die nächsten Tage in die Wellen stürzen um endlich wieder zu Surfen. Auf Bali herrschen gerade perfekte Surfbedingungen, da ein super Süd-Swell die Insel mit top Wellen füttert. Der nächste Blog ist hoffentlich mit ordentlich Wellenstories gespickt und bis dahin: Hang Loose.

4 Kommentare zu “Kuta – „Millionär im Mallorca Australiens“


  1. Hey Stefan, freut mich das es dir gut geht.
    Bleib am Ball mit dem Blog und halt die Reise am laufen.
    Bis bald in alter Frische . Egal wo es auch sein wird .

    Max 😉

  2. Moin Stefan! Schön, auf diese Art irgendwie „dabei“ zu sein Lass es dir weiterhin gut gehen! Freue
    mich schon auf die nächsten Blogs

  3. Stefan, feiern in kurzen Hosen ist immer noch das entspannteste! Wo ordentlich geschraubt wird, kommt
    man sonst ziemlich ins Schwitzen! 😉

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