Ungasan – „Home away from Home“

Happy Birthday to you, Happy Birthday to you, Happy Birthday liebste Mama, Happy Birthday to you! Im letzten Jahr habe ich dir meine Kochkünste in Form von Chili con Carne (legendär) geschenkt und in diesem Jahr versuche ich es mit meinen Schreibkünsten. Auch wenn ich nicht in der Nähe sein kann um dich zu drücken, so gilt dieser Blog dir liebste Mom und meinen beiden Lieblingsleipzigern, denn auch meine liebe Tante Magrit hat heute Geburtstag, auch dir wünsche ich alles Liebe, Gesundheit und bleib so wie du bist! Nicht zu vergessen: der Lutz ist 75 geworden! Weißt du noch Lutz, wie ich dir letzten Sommer das paddeln in Stahlbrode beigebracht habe?! Ein tolles Erlebnis und ich wünsche dir noch viele mehr davon, denn du gehörst noch lange nicht zum alten Eisen. Übrigens hatten noch viele mehr Geburtstag in den letzten Wochen und ich habe konsequent wieder einmal alle vergessen, verschlust oder nicht einmal gewusst! Seid mir nicht böse, Geburtstage waren schon in Deutschland kein Hobby von mir!

Nun aber zu meinem Blog. Ich habe ja schon eine Weile nichts mehr von mir hören lassen und das hat seine Gründe. Ich habe einen kompletten Monat in „meinem“ Stammsurfhouse verbracht und es ist einiges passiert. Kurz nachdem mein letzter Blog online gegangen war, ging es mit meiner Gesundheit bergab. An Surfen war nicht mehr zu denken, da ich drei Tage hohes Fieber hatte, welches nur mit Medikamenten zu bändigen war. Als ich dann am vierten Tag noch Ausschlag bekam, stattete ich dem Krankenhaus in Nusa Dua einen Besuch ab, um zu erfahren, dass ich Dengue Fieber habe und im Krankenhaus bleiben müsse. Dengue Fieber ist eine tropische Fieberkrankheit, gegen die man nicht geimpft werden kann und die von Mücken/ Moskitos übertragen wird. Das Problem beim Dengue ist, dass sich die Blutwerte drastisch verschlechtern und man zu einer Art Bluter wird und dazu noch 7 Tage hohes Fieber hat. Im Krankenhaus in Nusa Dua war ich aber bestens aufgehoben, denn die Krankheit ist dort nicht neu und das Krankenhaus hatte für mich einen westlichen Privatpatientenstatus. Ich bekam mein eigenes Zimmer mit Bad und Flachbildfernseher und ich konnte jeder Tag meine Mahlzeiten aussuchen, zum Beispiel Burger oder Pasta zum Abendbrot. Zweimal bekam ich Besuch aus meinem Surfhouse (einmal mit Schokolade als Geschenk) und nach fünf Tagen durfte ich das Krankenhaus auch schon wieder verlassen. Ich habe alles ohne bleibende Schäden überstanden (glaube ich) und nach ein paar weiteren Tagen der Erholung in der Hängematte war ich wieder voll der Alte.

War ich vor einer Woche noch im Krankenhaus, so sollten die nächsten Tage und Wochen die schönsten meiner bisherigen Reise werden. Das Surfhouse füllte sich mit einmaligen und tollen Menschen. Jeder für sich war ein Unikat und liebenswert, aber was dann geschah, war so nicht abzusehen. Holland, Norwegen, Schweden, Deutschland und Frankreich wuchsen zusammen und bildeten eine homogene und saulustige Gruppe, die immer wieder mal von Kanada, der USA oder auch den Slowaken und Tschechen erweitert wurde. Am Tage wurde gesurft, Frühlingsrollen (ich habe eine regelrechte Diät mit Frühlingsrollen gemacht) in Mengen vernascht, gelacht, Musik gehört oder auch einfach nur zusammen gechillt. Abends wurden dann Filme in großer Runde geschaut oder ein paar Bier getrunken und zusammen gefeiert. Es ist verrückt wie Gruppen und Menschen sich manchmal finden und diese Gruppe war etwas ganz besonderes. Iron Bob, Thais und Ruben (die drei Dutchies), Kim (die etwas andere Deutsche), Clement („Angela“ mein absoluter Lieblingsfranzose), Bea, Ajla und Teresa (mit Abstand meine liebsten Norweggies, die sogar ihren Australientrip nach drei Tagen abgebrochen haben, um wieder nach Bali in die Gruppe zu kommen, das sagt einiges aus). Auch wenn es schwierig ist und die Entfernung und Zeit manchmal dazu führt, dass man sich aus den Augen verliert, aber ich habe Freunde gefunden und ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen. Auf jeden Fall waren es unvergessliche Momente, die auch dazu beigetragen haben, dass sich einiges ändert bei mir in den nächsten Monaten. Also eigentlich ändert sich nichts. Na was denn nun?! Kurz gesagt, ich werde für längere Zeit auf Bali bleiben und meine anderen „Pläne“ erst einmal zurückstellen. Ich habe von meinem Surfhouse das Angebot erhalten dort ein bisschen mitzuarbeiten und dafür bekomme ich freie Unterkunft und nen Roller zur Verfügung gestellt. Ich habe immer mal davon geträumt in einem Surfhouse zu arbeiten und nun kann ich diesen Traum erfüllen. Außerdem kann ich die Zeit nutzen um endlich ein passabler Surfer zu werden und Bali ist nicht der schlechteste Ort auf der Welt um das zu tun. Leider habe ich das Angebot erst kurz vor meiner Abreise erhalten und so musste ich in den letzten Tagen einiges überlegen und buchen. Aus meinen ursprünglichen 6 Wochen Australien Roadtrip sind jetzt noch 11 Tage geblieben, denn am Valentinstag geht es schon wieder zurück nach Bali für einen Monat. Alles Weitere erfahrt ihr dann in meinen nächsten Blogs. Sollte jemand die Lust verspüren und mich auf Bali besuchen kommen zu wollen, dann kann das gerne geplant werden, denn ich habe auf Bali in dem Surfhouse mein vorläufiges Zuhause gefunden!

Mein neuer Arbeitsplatz!

Inzwischen bin ich schon ein paar Tage in Australien und ich muss eines vorweg nehmen: ich habe einen kompletten westlichen Kultur- und Preisschock erlitten, aber es geht mir gut und ich habe mich davon erholt! Ich wollte euch nur ein bisschen neugierig auf den nächsten richtigen Blog machen, der innerhalb der nächsten Woche online geht!

Kleiner Vorgeschmack auf Australien

6 Kommentare zu “Ungasan – „Home away from Home“


  1. Hallo Stefan,
    schön zu hören, dass es dir gut geht
    und du noch immer Spaß hast an
    deinem “ neuen Leben“. Ich wünsche
    dir so sehr, dass deine Pläne
    aufgehen und du deinen Platz findest.
    Du weißt: irgendwann kommen wir
    dich besuchen. Mach es gut und
    schön, dass du uns alle teilhaben
    lässt!!!!
    Deine “ Zahnfee“

  2. Hallo Stefan,
    wir sind es wieder – Deine Berliner Truppe: Andreas, Ilka und Sina :O) Wir alle beneiden Dich um Deinen
    neuen Arbeitsplatz. Insbesondere Andreas, der mit über 40 Leuten in einem Großraumbüro schuftet.
    Deine Planänderung finden wir cool, Dein Bauch wird Dir das Richtige gesagt haben. Übrigens – was für
    ausdrucksstarke Fotos – Klasse! Wir sind schon gespannt auf Deinen nächsten Beitrag. Bleib gesund und
    weiterhin viel Spaß.

  3. Hallo Stafan,
    schön, das du wieder gesund bist. Ist
    ja nun mal DAS Wichtigste!!
    Nun wirst du erstmal in Bali sesshaft
    werden…warum nicht. Coole Sache und
    wirklich schöner Arbeitsplatz. In
    Australien hättest du dich mit meinem
    FSJ-ler Max treffen können…habe
    leider zu spät davon gelesen.
    ….und alle Kontakte aus Norwegen
    und Schweden, direkt zu mir ;)!!!

    Lass es dir gut gehen.
    L.G.Marita

  4. Hallo Stefan,
    schön, wieder etwas von dir zu hören
    und danke für die Geburtstagsgrüße!
    Das Paddelerlebnis bleibt
    unvergessen` vielleicht kann in
    diesem Jahr „Teil 2“
    mit deinen Eltern folgen.
    Wie wir lesen, scheinst du dich in
    Bali sauwohl zu fühlen, zumal sich
    für dich mit
    dem Job im Surfhouse ein heimlicher
    Wunsch erfüllt.
    Na dann, auf weitere schöne Erlebnisse!
    Wir grüßen und drücken dich – die
    Leipziger

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